Geothermie nutzt die Erdwärme zur Energieerzeugung
Geothermie ist die in der Erdkruste gespeicherte Wärme, die größtenteils seit Millionen von Jahren vorhanden ist. Geothermie gehört – wie auch Sonnen-, Wind- oder Wasserenergie – zu den regenerativen Energien und wird zur Erzeugung von Wärme und Strom verwendet. Dabei wird zwischen direkter und indirekter Nutzung unterschieden. Bei der direkten Nutzung wird die geothermische Wärme direkt genutzt, bei der indirekten Nutzung wird die Wärme in Strom oder Gas umgewandelt.
Da es weltweit gewaltige Vorkommen an Geothermie gibt, ist diese mit Sicherheit eine der Energiequellen, die in Zukunft weiterhin massiv an Bedeutung gewinnen werden. Nach aktuellem Forschungsstand könnte der weltweite Strombedarf für 100.000 Jahre allein durch Geothermie abgedeckt werden.
Geothermie kann nicht in allen Ländern gleich genutzt werden, da sich nur bestimmte geographische Regionen für eine einfache Energiegewinnung dieser Art eignen. In Deutschland herrschen vergleichsweise niedrige Temperaturen vor, weshalb tiefere Bohrung durchgeführt werden müssen. Jedoch ist auch hierzulande die Geothermie ein wichtiger Energielieferant der Zukunft, weshalb die Anzahl der entsprechenden Werke auch konstant ausgebaut wird.
Früher wurde der Geothermie aufgrund ihrer geringen Wirtschaftlichkeit kaum Beachtung geschenkt, was sich jedoch in den Zeiten des Klimawandels und mit steigendem Umweltbewusstsein zunehmend ändert. Die Verwertung von Geothermie ist relativ einfach und verursacht vergleichsweise geringe Kosten. Eine relativ hohe Sicherheit kann ebenfalls gewährleistet werden. Die Geothermie hat gegenüber den anderen Energiequellen den entscheidenden Vorteil, dass sie in schier unerschöpflichen Reserven vorhanden ist.
